
Das kleine Gemälde zeigt Izumi Shikibu nicht als historisches Porträt, sondern als poetische Erscheinung. Als Archetyp einer Dichterin, die ihr Leben – mit all ihren Affären, Verlusten und Intensitäten – kompromisslos in Poesie verwandelt hat. Die farbige Bildstruktur und die überlagernden Linien, die an Shunga-Zeichnungen erinnern, verweisen auf ein von Leidenschaft und intensiven Beziehungen geprägtes Dasein.
Izumi Shikibu (* um 970 in Kyoto; † 11. Jh. in Japan) war eine japanische Dichterin der Heian-Zeit. Sie gehört zu den 36 unsterblichen Dichtern des Mittelalters.


