
Was, wenn Narziss nicht an seiner Eitelkeit starb, sondern an der Sehnsucht, sich endlich selbst radikal anzunehmen? Dieses Bild radiert das Gift des Hochmuts aus und ersetzt es durch pure Akzeptanz. Die Figur neigt sich behutsam ihrem Spiegelbild zu, wobei die Grenzen zwischen Wasseroberfläche und Realität verschwimmen. Jedoch liegt in diesem Verschwimmen kein Verlust, sondern die Begegnung mit dem eigenen Ich– Selbstliebe ist hier kein Fehler, sondern der mutige Akt der Befreiung.


